Seitlicher Ausfallschritt – Adduktoren-Stretch für Eishockeyspieler

Die 9 besten Stretches für Eishockeyspieler – beweglicher auf dem Eis

Kaum eine Sportart verlangt deiner Hüfte so viel ab wie Eishockey: tiefe Skating-Position, explosive Richtungswechsel, Schlagschuss-Rotation. Wer hier beweglich bleibt, läuft runder, schiesst härter – und gibt Leisten- und Hüftproblemen weniger Angriffsfläche. Diese 9 Stretches decken genau die Zonen ab, die beim Hockey am meisten arbeiten: Adduktoren, Hüftbeuger, Gesäss, Oberschenkel und Wirbelsäule.

So nutzt du das Programm: Ideal nach dem Training oder Spiel, wenn die Muskulatur warm ist. Jede Position 20–30 Sekunden halten (pro Seite), ruhig weiteratmen, nie in den Schmerz dehnen. Vor dem Training gilt: kurz und dynamisch statt lang und statisch.

1. Kniender Hüftbeuger-Stretch (Ausfallschritt)

Eishockeyspieler dehnt den Hüftbeuger im knienden Ausfallschritt

Der Klassiker gegen die «Hockey-Hüfte»: Durch die ständig gebeugte Skating-Position verkürzt der Hüftbeuger – das kostet Schrittlänge und drückt ins Hohlkreuz.

So geht's: Ausfallschritt, hinteres Knie am Boden. Becken leicht nach hinten kippen (Gesäss anspannen) und die Hüfte sanft nach vorne schieben, bis es vorne an der hinteren Hüfte zieht. Oberkörper bleibt aufrecht.

Halten: 20–30 Sekunden pro Seite. Häufigster Fehler: ins Hohlkreuz ausweichen statt das Becken zu kippen.

2. Kniender Quadrizeps-Stretch

Kniender Quadrizeps-Stretch für Eishockeyspieler mit gegriffenem Fuss

Dein Quadrizeps leistet auf dem Eis Schwerstarbeit – bei jedem Antritt und in jeder tiefen Position. Diese Variante dehnt ihn zusammen mit dem Hüftbeuger.

So geht's: Aus dem Ausfallschritt den hinteren Fuss mit der gleichseitigen Hand fassen und Richtung Gesäss ziehen. Hüfte bleibt nach vorne geschoben, Knie zeigt nach unten.

Halten: 20–30 Sekunden pro Seite. Häufigster Fehler: Das Knie wandert nach aussen – dann verliert die Dehnung ihr Ziel.

3. Seitlicher Ausfallschritt (Cossack Squat)

Seitlicher Ausfallschritt (Cossack Squat) dehnt die Adduktoren fürs Eishockey

Die Bewegung, die dem Skating-Schritt am nächsten kommt: Ein Bein tief gebeugt, das andere gestreckt zur Seite – genau so arbeiten deine Adduktoren bei jedem Abstoss.

So geht's: Breiter Stand, Gewicht auf ein Bein verlagern und tief in die Hocke sinken, das andere Bein gestreckt lassen (Fussspitze zeigt nach oben oder vorne). Brust aufrecht, Ferse am Boden.

Halten: 20–30 Sekunden pro Seite – oder langsam von Seite zu Seite wechseln. Häufigster Fehler: Die Ferse des gebeugten Beins hebt ab.

4. Tiefe Hocke mit gestrecktem Bein

Tiefe Hocke mit gestrecktem Bein – Adduktoren-Stretch für Hockeyspieler

Die intensivere Schwester des Cossack Squat: Hier arbeitest du näher am Boden und dehnst die Innenseite des gestreckten Beins über die volle Länge.

So geht's: In die tiefe Hocke, ein Bein zur Seite ausstrecken, Hände vor dem Körper falten oder am Boden abstützen. Das Gewicht ruhig auf dem gebeugten Bein lassen.

Halten: 20–30 Sekunden pro Seite. Häufigster Fehler: Der Rücken rundet stark ein – lieber etwas höher bleiben und aufrecht dehnen.

5. Butterfly (Schmetterling)

Butterfly-Stretch im Sitzen öffnet die Leisten für Eishockeyspieler

Der direkteste Weg zu den Leisten – der Zone, die bei Hockeyspielern am häufigsten zwickt. Auch Goalies profitieren: Ohne offene Leisten kein sauberer Butterfly-Save.

So geht's: Aufrecht sitzen, Fusssohlen aneinander, Fersen Richtung Körper ziehen. Die Knie sinken durch ihr Eigengewicht Richtung Boden – nicht drücken. Für mehr Intensität den Oberkörper aufrecht leicht nach vorne neigen.

Halten: 20–30 Sekunden. Häufigster Fehler: Mit rundem Rücken nach vorne fallen.

6. 90/90-Hüftrotation

90/90-Hüftrotation im Sitzen für bewegliche Hüften beim Eishockey

Enge Spiele entscheiden sich in engen Räumen – und dort braucht deine Hüfte Rotation. Die 90/90-Position trainiert Innen- und Aussenrotation gleichzeitig.

So geht's: Im Sitzen beide Beine im 90-Grad-Winkel ablegen: vorderes Bein vor dem Körper, hinteres Bein seitlich nach hinten. Aufrecht sitzen und den Oberkörper leicht über das vordere Schienbein lehnen.

Halten: 20–30 Sekunden pro Seite. Häufigster Fehler: Das Gesäss hebt auf einer Seite komplett ab – lieber abstützen und langsam aufbauen.

7. Figur-4-Stretch im Sitzen

Figur-4-Stretch im Sitzen dehnt Gesäss und Hüfte für Hockeyspieler

Dein Gesäss ist der Motor deines Skating-Schritts – und verhärtet entsprechend gern. Die Figur-4 dehnt Glutes und tiefe Hüftrotatoren gezielt.

So geht's: Sitzend ein Fussgelenk über das gegenüberliegende Knie legen (Beine bilden eine «4»). Hände hinter dem Körper abstützen und die Brust Richtung Beine bringen, bis es im Gesäss zieht.

Halten: 20–30 Sekunden pro Seite. Häufigster Fehler: Das abgelegte Knie zur Brust drücken statt es zur Seite sinken zu lassen.

8. Liegender Wirbelsäulen-Twist

Liegender Wirbelsäulen-Twist entspannt Rücken und Hüfte nach dem Eishockeytraining

Nach 60 Minuten in gebeugter Haltung will dein unterer Rücken eine Gegenbewegung. Der liegende Twist entlastet die Lendenwirbelsäule und dehnt Gesäss und seitlichen Rumpf.

So geht's: Rückenlage, ein Knie über den Körper zur Gegenseite führen, Arm auf der anderen Seite ausstrecken und den Blick zum Arm drehen. Beide Schultern bleiben möglichst am Boden.

Halten: 20–30 Sekunden pro Seite. Häufigster Fehler: Die obere Schulter hebt komplett ab – dann Rotation etwas zurücknehmen.

9. Thorakale Rotation im Vierfüsslerstand

Thorakale Rotation im Vierfüsslerstand für einen beweglichen Oberkörper beim Eishockey

Schusskraft kommt aus der Rotation – und die passiert in der Brustwirbelsäule. Ist sie steif, holt sich dein Körper die Bewegung aus dem unteren Rücken. Nicht ideal.

So geht's: Vierfüsslerstand, eine Hand hinter den Kopf oder den Arm gestreckt zur Decke führen, Oberkörper aufdrehen und dem Arm mit dem Blick folgen. Die Hüfte bleibt stabil.

Halten: 20–30 Sekunden pro Seite oder 8–10 langsame Wiederholungen. Häufigster Fehler: Die Rotation kommt aus der Hüfte statt aus dem Brustkorb.

Wann dehnen – und wie oft?

Nach dem Training oder Spiel: Das komplette Programm statisch, 20–30 Sekunden pro Position – dauert keine 15 Minuten.

Vor dem Eis: Dynamisch aufwärmen (Beinpendel, Ausfallschritte, Hüftkreisen). Langes statisches Dehnen direkt vor Belastung kann die Schnellkraft kurzfristig dämpfen.

An trainingsfreien Tagen: 2–3 Übungen deiner Wahl reichen, um dranzubleiben – Konstanz schlägt Intensität.

Häufige Fragen

Hilft Dehnen gegen Leistenprobleme? Bewegliche, belastbare Adduktoren sind eine wichtige Grundlage – zusammen mit Kräftigung. Bei bestehenden Schmerzen gehört die Abklärung aber zum Physio oder Arzt, nicht auf die Matte.

Wie schnell merke ich einen Unterschied? Bei regelmässigem Dehnen (3–4× pro Woche) spüren die meisten nach wenigen Wochen mehr Bewegungsfreiheit in der tiefen Position.

Reicht Dehnen allein? Nein – Beweglichkeit wirkt am besten im Duo mit Kraft. Die tiefe Hocke und der Cossack Squat lassen sich später auch beladen als Kräftigung nutzen.

Beweglich? Check. Fehlt noch der richtige Stick: Bei ABSHockey findest du SOYUZ-Sticks ab Lager in 1–3 Werktagen – und im 3D Curve Lab die Curve, die zu deinem Spiel passt.

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