Eishockeyschläger mit 3D-Grip auf dem Schaft von der Seite fotografiert

Grip oder ohne Grip? Die Griffbeschichtung erklärt

Grip oder ohne Grip? Die Griffbeschichtung erklärt

Es ist eine der letzten Fragen im Konfigurator und eine der am wenigsten erklärten: Willst du deinen Schläger mit Grip oder ohne? Und was bedeutet dann noch „Extra Grip“, und was hat es mit Tactile, Fishbone und X-Net auf sich?

Die kurze Antwort: Es sind zwei voneinander unabhängige Entscheidungen. Hier ist, was sie bedeuten.

Die zwei Entscheidungen

Entscheidung Worum es geht Auswahl
1. Griffstärke Wie stark die Hand am Schaft haftet No Grip, Standard Grip, Extra Grip
2. 3D-Grip-Muster Die fühlbare Struktur auf dem Schaft Original, Tactile, Fishbone, X-Net, Candy, Ribbed, Spiral

Die erste bestimmt, wie sehr es greift. Die zweite bestimmt, wie es sich anfühlt.

Was macht die Griffbeschichtung überhaupt?

Ein blanker Carbonschaft ist glatt. Die Beschichtung sorgt dafür, dass deine untere Hand beim Schuss nicht wegrutscht – gerade wenn Handschuhe feucht sind, was nach zwanzig Minuten praktisch immer der Fall ist.

Der Haken: Genau dieses Rutschen brauchst du manchmal. Beim Stickhandling und beim schnellen Nachfassen wandert die untere Hand am Schaft. Zu viel Grip bremst diese Bewegung.

Es geht also nicht um „mehr ist besser“, sondern darum, wo du zwischen Halt und Gleiten stehen willst.

Welche Griffstärke passt zu dir?

No Grip – der blanke Schaft

Kein Auftrag, glatte Oberfläche. Die Hand gleitet frei.

Passt für: Spieler, die viel mit der unteren Hand nachfassen, und alle, die ihren Schaft ohnehin komplett selbst tapen. Auch beliebt bei Spielern, die von älteren Holzschlägern kommen.

Nachteil: Mit feuchten Handschuhen wird es rutschig. Ohne Tape ist das für die meisten zu wenig Halt.

Standard Grip – die sichere Wahl

Leichter Grip-Auftrag, spürbar griffig, aber die Hand kann noch gleiten. Das ist die Variante, die die grosse Mehrheit bestellt.

Passt für: Praktisch alle. Wenn du unsicher bist, nimm diese – sie ist der beste Kompromiss aus Halt und Beweglichkeit.

Extra Grip – maximaler Halt

Deutlich stärkerer Auftrag. Die Hand sitzt fest, wo du sie hinsetzt.

Passt für: Spieler mit kräftigem Schuss, die beim Slapshot maximale Kraftübertragung wollen, und alle, denen der Schläger schon einmal aus der Hand gerutscht ist. Auch bei stark schwitzenden Händen sinnvoll.

Nachteil: Nachfassen wird träger. Wer sehr viel dangelt, empfindet das als hinderlich.

Und das 3D-Grip-Muster?

Das 3D-Grip ist eine fühlbare Struktur, die auf den Schaft aufgetragen wird. Sie verändert nicht in erster Linie die Haftung, sondern das Gefühl und die Orientierung: Du spürst mit dem Handschuh, wo du greifst, ohne hinzuschauen.

Muster Charakter
Original glatte Standardoberfläche ohne zusätzliche Struktur
Tactile fein strukturiert, dezent, sehr beliebt
Fishbone Fischgrätmuster, deutlich spürbare Orientierung
X-Net Netzstruktur, gleichmässiger Halt rundum
Candy / Ribbed / Spiral ausgeprägtere Rillen und Muster für mehr Griffgefühl

Das ist letztlich Geschmackssache. Wenn du keine Vorliebe hast, fährst du mit Original oder Tactile gut.

Grip und Tape – wie passt das zusammen?

Beides schliesst sich nicht aus. Viele Spieler bestellen Standard Grip und tapen trotzdem den unteren Bereich, wo die Führhand sitzt.

Der Unterschied: Grip ist dauerhaft, Tape ist Verschleissteil. Der Grip hält die ganze Lebensdauer des Schlägers, Tape musst du regelmässig erneuern – dafür kannst du es jederzeit ändern.

Wenn du dir unsicher bist, ob dir Extra Grip zu viel wäre: Nimm Standard Grip und teste den zusätzlichen Halt erst mit Tape. Umgekehrt geht es nicht – Grip lässt sich nicht mehr entfernen.

Häufige Fragen

Kann ich den Grip nachträglich ändern?

Nein. Die Beschichtung wird in der Produktion aufgetragen. Mehr Halt kannst du über Tape nachrüsten, weniger Halt nicht. Deshalb im Zweifel eher Standard als Extra wählen.

Nutzt sich der Grip ab?

Mit der Zeit ja, vor allem dort, wo die untere Hand sitzt. Das ist normal und beeinträchtigt die Funktion des Schlägers nicht. Wer die Stelle schont, tapet sie.

Was wählen die meisten?

Standard Grip mit Original oder Tactile. Extra Grip wird vor allem von Spielern mit hartem Schuss und von Verteidigern gewählt.

Was ist bei Kindern sinnvoll?

Standard Grip. Kinderhände sind klein, die Hand wandert beim Lernen viel über den Schaft – zu viel Haftung stört dabei mehr, als sie nützt.

Kurz zusammengefasst

Standard Grip ist für fast alle die richtige Wahl. Extra Grip lohnt sich, wenn du hart schiesst oder stark schwitzt. No Grip nur, wenn du ohnehin komplett tapest. Beim 3D-Muster entscheidet dein Gefühl – und im Zweifel Original oder Tactile.

👉 Grip im Konfigurator auswählen

Weiterführende Guides

Dieser Artikel gehört zu unserem grossen Eishockeyschläger-Guide. Passend dazu: der richtige Flex, Links- oder Rechtsausleger und Schläger kürzen oder verlängern.

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