Blade of Timo Meier's pro stock True hockey stick photographed from above, showing an open mid curve

Timo Meiers Schläger: Was man einer True-Kelle ansieht – und was nicht

Timo Meiers Schläger: Was man einer True-Kelle ansieht – und was nicht

Signed blade of Timo Meier's pro stock True hockey stick with his autograph and number 28

Bei den letzten Schlägern in dieser Serie – Kane, Malkin, Zegras – stand fast alles auf dem Schaft: Flex, Curve-Code, Spielernummer, Werkscode. Bei Timo Meiers True ist das anders. Und genau das ist der interessante Teil.

Was auf dem Schaft steht

Shaft of Timo Meier's pro stock True hockey stick showing the spec code markings
  • Marke: True
  • Schusshand: Links
  • Codes auf dem Schaft: 104127 · PXC · 18035

PXC steht für Project X – Trues interne Bezeichnung für die Baureihe. Die übrigen Zahlen sind Fertigungs- und Auftragsnummern, keine öffentlich dokumentierten Spezifikationen.

Ehrlich gesagt: Aus diesen Codes lässt sich weder ein Flex noch ein Curve-Muster sicher ableiten. Wir könnten hier eine Zahl hinschreiben, die plausibel klingt – aber wir haben sie nicht am Schläger gelesen, und dann lassen wir es lieber weg.

Warum True anders beschriftet

Bauer und Warrior arbeiten mit einem relativ offenen System: Curve-Nummer, Flex und oft die Spieler-ID stehen sichtbar auf dem Schaft. Bei True läuft die Pro-Fertigung stärker über interne Auftragsnummern. Der Schläger wird gegen eine hinterlegte Spielerspezifikation gebaut – was auf dem Schaft landet, ist die Referenz auf diesen Auftrag, nicht die Spezifikation selbst.

Dazu kommt: True verwendet für die Retail-Linie eigene Curve-Codes (TC2, TC2.5, TC4) statt der P-Nummern, die man von Bauer und CCM kennt. Pro-Kellen laufen ohnehin ausserhalb dieses Systems.

Die Kelle

Blade of Timo Meier's pro stock True hockey stick photographed from above, showing an open mid curve

Was man sehen kann, statt es zu raten: Die Krümmung setzt in der Blattmitte an und läuft gleichmässig zur Spitze aus – kein Absatz an der Ferse, kein abrupter Toe-Hook. Das Blatt ist deutlich offen.

Diese Geometrie gehört in dieselbe Familie wie die P92 – bei True als TC2 geführt. Sie ist die mit Abstand meistgespielte Bauform in der NHL und passt zu einem Spieler wie Meier: viel Arbeit vor dem Tor, schnelle Abschlüsse aus dem Handgelenk, Pucks, die über die kurze Distanz hochkommen müssen.

Ob Meiers Kelle exakt einer TC2 entspricht oder eine angepasste Pro-Version ist, lässt sich am Schläger nicht ablesen. Bei einem Spieler dieser Klasse ist Zweiteres wahrscheinlicher – belegen können wir es nicht.

Griffband

Grip tape wrap on the shaft of Timo Meier's pro stock True hockey stick

Am Schaft sitzt ein zurückhaltend gewickeltes Griffband – kein aufwendiger Tapejob wie bei Andres Ambühl, sondern eine schlichte, funktionale Lösung.

Der Spieler

Timo Meier, geboren 1996 in Herisau, ist einer der erfolgreichsten Schweizer Spieler in der NHL. 2015 an neunter Stelle von den San Jose Sharks gedraftet, seit 2023 bei den New Jersey Devils. Sein Markenzeichen: ein kompakter, extrem schnell abgezogener Schuss aus dem Handgelenk und die Bereitschaft, die Arbeit direkt vor dem Torraum zu machen.

Zusammen mit Andres Ambühl ist er der zweite Schweizer in dieser Serie – zwei komplett unterschiedliche Herangehensweisen an dasselbe Gerät.

Nicht sicher, welche Curve zu deinem Spiel passt? Mach unseren 2-Minuten Schläger-Finder und finde dein Modell.

Verwandte Guides

👉 Konfiguriere deinen SOYUZ-Schläger nach Mass

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar